Bevor ich hier durchdrehe schreibe ich lieber, das hat bis jetzt immer geholfen.
Es gibt Charaktereigenschaften die sind einfach zum kot*en, dazu zählt auch das man immer die Starke sein will, immer für andere da ist, immer für andere kämpft und wenn es dann um die eigene Person geht ......... dann passiert nichts!
Seit meinem KardiologenTermin und die damit verbundenen Untersuchungen, fühle ich mich bescheiden. Die eine Seite in mir sagt: Jetzt hast du doch endlich eine Bestätigung für all deine Befürchtungen und die andere Seite in mir sagt: Hätte ich doch alles so gelassen und nicht hinterfragt.
Jetzt stehe ich da mit einer Diagnose, die egal ob von meinem Kardiologen oder von meiner Hausärztin, so abgetan wird als wenn es nichts schlimmes ist. Mach ich mich nur bekloppt - wollen die Ärzte mich nicht verunsichern?? Aber ich kann meine Fachbücher, das Internet wälzen ich komme immer wieder zum gleichen Ergebnis und da lässt sich auch nicht dran rütteln.
Die verordneten Medikamente, sind auch die Medikamente die zur Behandlung der Prinz Metal angina oder auch vasospastichen Angina pectoris verabreicht werden. Nur hat keiner meiner Ärzte diese Namen jemals ausgesprochen - es kam immer nur sie haben eine sehr seltene Erkrankung, aber mit den Tabletten bekommt man es in den Griff. Wäre ich mit meinem Mann dort oder mit einem Patienten beim Arzt gewesen, hätte ich nachgefragt was es denn nun genau ist, aber es geht ja nur mich und ich dusselige Kuh frage nicht, nehme es so hin und werde immer bekloppter vor Angst.
In den Arztbriefen steht es sind vasospastische Hinweise gegeben und wird zunächst wie folgt behandelt ..........
Also spinn ich doch nicht!
Morgen früh gehe ich zum Kardiologen, weil ich so Schmerzen im rechten Arm habe und ich eine Thrombose ausschließen möchte, dann muß ich es schaffen ihn ganz direkt zu fragen.
Ich muss es schaffen!!!
Es ist ja nicht nur diese Angst - Angst davor das so ein verkrampfen mal zum Infarkt führt - es ist diese verdammte Hilflosigkeit, die mir Angst macht.
Ich arbeite ja in der Pflege - dieser Beruf ist toll, aber sehr stressig! Gerade in der ambulanten Pflege!
Ich fahre 8 Std. am Tag, 12 Tage hintereinander ohne Pause bis zu 25/30 Patienten an - treppauf - treppab! Patienten heben, umlagern und vieles mehr........ich stelle mir die Frage darf ich das noch? WEnn ich nach der Patiententour wieder zurück bin, ist noch extrem viel Schreibkram zu erledigen, mit Ärzten telefonieren u.v.m. Wir fahren Doppeldienste d.h. morgens Frühdienst ca. von 6.00 -11.00 oder länger und fangen dann wieder um 15:oo mit dem Spätdienst an der dann bis 21:00 - 22:00 geht und am nächsten Tag wieder Frühdienst. Das ist nicht die Regel - kommt wg. Personalmangel immer öfter vor!
Ich höre immer "sie müssen sich schonen" aber es hat noch keiner gesagt "Ihr Beruf ist zu stressig, gibt es noch andere Möglichkeiten? Sicherlich, aber dann fange ich wieder bei Null an, jetzt habe ich einen Festvertrag - was kommt dann? Bleibe ich - setze ich dann meine Gesundheit/Leben auf´s Spiel?
Es könnte so einfach sein. Warum dreht sich mein Gedankenkarusell so...ich komme mir vor wie in der Achterbahn. Dieses Gefühl hatte ich vor 7 Jahren das letzte Mal als ich mich von meinem ersten Mann getrennt habe.
Jetzt heule ich wenigstens nicht mehr.
Vielleicht kann ich ja jetzt schlafen. Müde bin ich - aber sobald ich liege, werden die Schmerzen im Arm stärker - der Kopf wacher - die Gedanken wieder schlimmer und alles geht wieder von vorne los.